Teil eines Werkes 
4. Band (1860)
Entstehung
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Liebe fordern? fragte ſie. Liebe iſt das einzig freie Gefühl, d zu trotzen berechtigt iſt!

Sie trotzen der Welt, wie es ſcheint?

Gründlich! war ihre Antwort, von einem ſtolzen Blicke begleitet.Ich trotze nicht allein der Welt, ſondern auch meinem Vormunde!

Wohin ſoll das führen, mein gnädiges Fräulein? fragte er mit einem Tone, der zwiſchen der Zärtlich⸗ keit eines Freundes und eines Liebhabers ſchwankte.

Zu meinem Glücke! antwortete ſie.

Ihr Vormund hat mir erklärt

Daß er nie ſeine Einwilligung zu meiner Heirath mit Wolf von Brettow geben wird, fiel ſie wieder da⸗ zwiſchen.Ich bin davon unterrichtet.

Um ſo unbegreiflicher iſt Ihr Schritt gegen das Herkommen.

Die Liebe iſt mein Schutzmantel! warf Gertrud lächelnd ein, griff aber verſtohlen nach einem Käſtchen, das ſie von nun an ſpielend auf und zu ſchlug.

Der Baron lachte leichtfertig. Freilich, unſer Zeit⸗ alter iſt ſtark in Neuerungen, ſprach er.Im franzöſi⸗ ſchen Lager wimmelte es von Damen, als die tapfern