3 41 ſchlechtgehaltenen Bibliothek kraͤnkend ſind, gab es doch in der Buͤcherſammlung von Hautlieu noch viele Werke, ganz geeignet, wie Bayes ſagt, den Bibliomanen„zu erheben und zu uͤberraſchen.“ Es gab hier:
„Viel ſeltne Baͤndchen, auf dem Schnitt vergoldet,“
wie Dr. Ferriar mit vielem Gefuͤhl ſingt,— ſehenswuͤr⸗ dige, reichgemalte Meßbuͤcher, Manuſcripte von 1380, 1320, und aus einem noch fruͤheren Zeitalter; auch Werke, in gothiſchen Schriftzeichen, gedruckt im funfzehnten und ſechzehnten Jahrhundert. Doch hievon gedenke ich, wenn der Marquis es erlaubt, eine ausfuͤhrlichere Beſchreibung mitzutheilen.
Einſtweilen genuͤgt es, zu ſagen, daß ich, ſehr froh uͤber den Tag, den ich in Hautlieu verlebt hatte, meine Beſuche oft wiederholte, und daß der Schluͤſſel zu dem achteckigen Thurme jederzeit zu meiner Verfuͤgung war. In jenen Stunden gewann ich eine große Vorliebe fuͤr einen Theil der franzoͤſiſchen Geſchichte, den ich, ſo wich⸗ tig er auch fuͤr die Geſchichte von ganz Europa, und ſo trefſlich er auch von einem alten unnachahmlichen Hiſtori⸗ ker beſchrieben iſt, doch niemals hinreichend ſtudirt hatte. Um bei meinem treſſlichen Wirthe angenehme Gefuͤhle zu erwecken, beſchaͤftigte ich mich von Zeit zu Zeit mit einigen Familiendenkſchriften, welche gluͤcklicherweiſe aufbehalten waren und uͤber die Verbindung mit Schottland, wodurch ich zuerſt vor des Marquis Augen Gnade fand, manche wiſſenswerthe Nachrichten enthielten.


