Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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genug Viktorine heirathete den Hoymer. Wie ſie den Konſens erlangt haben, weiß ich nicht. Ein guter Freund wird wohl ſeine Obligationen hergeliehen haben und mit dieſem erborgten Reichthume der Konſens erſchlichen ſein. Wie ſie aber von der gar kleinen Lieutenantsgage haben leben können, noch dazu, da ſie vier Kinder dicht hintereinander bekamen, das weiß Gott. Wenn die junge Frau Lieutenant hier bei ihren Eltern verweilte, ſo that ſie als ſäße ſte im Golde, aber ihre arbeitsrauhen Hände verrie⸗ then es genugſam, daß ſie nicht mehr das gnädige Fräulein von Wöbelin auf Wöbelin ſpielen konnte.

Rudolph hatte es nicht gewagt, dieſe unange⸗ nehme Reminiszenz mit einer Silbe zu unterbrechen. Als ſein Vater jetzt eine Pauſe machte, blickte er ihm ins Auge, ergriff ſeine Hand und preßte ſie zwiſchen ſeinen Fingern. Herr Hans ſah nicht un⸗ freundlich aus. Er ſchloß mit ganz unverändertem Tone:

Ja, damals dachte ich anders wie jetzt. Eine Weiberſchürze iſt für mich jetzt nur zu einem noth⸗ wendigen Uebel geworden! Wirſt auch noch da⸗ hin kommen, lieber Junge. Damals machte ich aus Wuth und Trotz die tollſten Streiche, heirathete ſo⸗ fort, der Viktorine zum Hohne, unſere Gärtners⸗ 1857. V. H. Hans Wilkow v. Wilkenow III. 12