Teil eines Werkes 
3. Band (1857)
Entstehung
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Eugen war ſehr zufrieden.

Es übertraf ſeine Hoffnungen, die er in Rück⸗ ſicht auf die Geheimhaltung des unwillkommenen Ver⸗ hältniſſes gehegt hatte.

Er blieb ſeinen Gedanken überlaſſen, und dieſe ergingen ſich mit einiger Verwunderung in die nächſte Vergangenheit. Die Aufregungen ſeines Innern zeigten zu merkwürdige Reſultate, als daß ein ſo ver⸗ nunftvoller und beſonnener Mann, wie er, nicht zu Meditationen darüber aufgefordert werden ſollte. Er verhehlte ſich nicht, die Milde, welche ihn unaufhalt⸗ ſam durchſchlichen hatte, früher nicht gekannt zu haben und bei derartigen Verhältniſſen mit großer Rigoriſität verfahren zu ſein.

3 Sollte in der Liebe wirklich ein ſo belebendes und beſänftigendes Element liegen? Sollte dieſer beſeligende Einfluß ſo eindringlich auf ihn gewirkt haben? Er hätte es ſelbſt jetzt noch gern in Abrede ſtellen und ſeine Gemüthsſtimmung den eigenen und ſelbſtbewußten Entſchließungen zuſchreiben mögen Aber es half ihm nichts mehr. Die lebhaften Hoff⸗ nungen und die glühenden Wünſche, womit er ſeiner Zukunft entgegenſah, enttäuſchten ihn über den Edel⸗ muth, dem er die Regungen der Verſöhnlichkeit zuzu⸗ ſchreiben für gut fand.