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„Schwerlich, mein Herr! Meine Anſichten glei⸗ chen denen meines Schwagers vollkommen, allein ſie würden vielleicht in ſeinem Falle noch unerſchütterli⸗ cher geblieben ſein, ich hätte ihn an Unverſöhnlichkeit übertroffen.“
„Was ſoll aber aus der armen Dame werden?“ fragte der Marquis ungeduldig, der den Widerſpruch in Eugen's Worten überſah.
.„Darüber ſcheint mein Schwager ſchon entſchieden zu haben und zwar mehr nach den Eingebungen ſeines Herzens, als nach den Regeln des Verſtandes.“
„Ah—“ ſagte der Marquis erleichtert und dar⸗ auf gleich zu ſeinem beliebten ſarkaſtiſchen Tone greifend.„Ah, Gott ſei geprieſen! Herr von Schollin hat vergeben und will vergeſſen: Mir gegenüber war er ganz deutſcher Löwe!“
„Sagen Sie immerhin deutſcher Bär, mein Herr.“
„Nein, nein! Der Edelſinn des Löwen iſt Euch deutſchen Edelleuten nicht abzuſprechen— laſſen Sie
den„Löwen'’ gelten.“
Deerr Legationsrath lächelte. Er hatte ſich ein Ziel geſetzt bei dieſem Geſpräche, darauf mußte er
zuſteuern.
Der Marquis verband auch einen Zweck mit
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