Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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das Gefluͤſter weiblicher Stimmen vernahm. In der Vermuthung, Dienerſchaft zu finden, die ihm den Weg zeigen koͤnne, offnete er das Nebenzimmer, ſah hinein und ward ſogleich ſeinen Irrthum gewahr. Es war eine kleine, ſehr elegante Bibliothek, in deren Hintergrund vor einem koſtbaren Buͤreau zwei Damen ein⸗ ander gegenuͤber ſaßen. In der Aelteren er⸗ kannte er ſogleich Lady Glyndwr, obwohl ſie

ihm den Ruͤcken zukehrte. Die Juͤngere war

Gwenllian. Mit geſenktem Haupte weinte ſie bitterlich, waͤhrend die Lady ſie mit Vorwuͤrfen und Bitten beſtuͤrmte. Sir David machte ſo⸗ gleich die Thuͤr wieder zu, leiſe, wie er ſie eroͤffnet hatte, und begab ſich hinweg. Bald nachher begegnete er einem Domeſtiken und ließ ſich

von ihm zu ſeinem Herrn geleiten.

„Verzeihe, lieber David, daß ich Dir noch nicht ſoviel Aufmerkſamkeit ſchenken konnte,

als unſer vertrautes Verhaͤltniß heiſcht!“—

rief ihm Glyndwr entgegen.