Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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uͤberhaupt kein Coͤlibat, keine Geluͤbde, kein Ablaß, kein Exorcismus, keine Transſubſtantia⸗ tion, keine Heiligenbilder, kein Kreuz, keine Opfer und reichen Meßgewaͤnder in ale dem ſehen ſie blos Reſte des Heidenthums keine Ohrenbeichte, kein Krieg, keine Todes⸗ ſtrafen unter keinerlei Vorwand das unge⸗ faͤhr ſind ihre Grundſaͤtze und Abſichten. Du munterſt mich auf, von dieſer Gaͤh⸗ rung Vortheil zu ziehen. Ich danke Dir fuͤr dieſen Rath und bin Deiner Meinung. Al⸗ lein wenn Du mir davon ſprichſt, daß ich die philantropiſchen Thorheiten dieſer Weltyerbeſſſe⸗ rer unterſtuͤtzen ſolle; ſo erkenne ich nicht mehr meinen Freund. Ich glaubte, Du haͤtteſt Dich genug unter den Menſchen umgeſehen, um zu der Ueberzeugung gelangt zu ſeyn, daß ſie ſaͤmmtlich eigennuͤtzige Geſchoͤpfe ſind. Wenn ſie betheuern, daß ſie ſich fuͤr das allgemeine Beſte aufopfern wollen; ſo haben ſie Luſt, zu betruͤgen, wenigſtens betruͤgen ſie ſich ſelbſt. Alſo ruͤhme mir nicht weiter die Philan⸗