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gen Anhaͤnger Richard's verabſcheut man Sie, Owain Glyndwr! mehr, als ſonſt jemand. Man verbreitet die ſchaͤndlichſten Geruͤchte uͤber
Ihr Privatleben— Mit Einem Worte: der
Poͤbel iſt durſtig nach Ihrem Blute und in dieſem Augenblicke ſelbſt ſchon trachtet man Ihnen nach dem Leben.
„Von meinem Charakter— ſagte Glyndwr mit Verachtung— habe ich vor dem Tribunaͤl je⸗ nes Geſindels keine Rechenſchaft abzulegen. Moͤge es uͤber alles, was in ſeinem Bereiche
liegt, Gift aushauchen, bis es die Luft ſelbſt
verpeſtet, die es athmet. Mein Leben aber
ſteht nicht in der Gewalt dieſer Elenden. Im⸗
merhin alſo moͤge Heinrich Bolingbroke“—
„Sagen Sie: der Koͤnig— unterbrach ihn Montalto— und denken Sie daran, wo Sie ſind—
„Wohlan denn: der Koͤnig— Ihr Koͤnig antwortete Glyndwr ſpottend— Es war eine Zeit— doch vergeſſen wir das! Verrath hoͤrt auf Verrath zu ſeyn, ſobald das Gluͤck ihn


