Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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lich meiner Politik angemeſſen waͤre, Sie mit dem Tode zu beſtrafen. Machen Sie von meiner Milde Gebrauch, unterdruͤcken Sie die Kuͤhn⸗ heit Ihrer Partiſane und leben Sie fortan in zuruͤckgezogener Stille, wie es Ihnen geziemt.

Beinahe moͤchte ich die Beſchuldigungen Ew. Maj. fuͤr Scherz halten. Ganz und gar nicht geeignet und gelaunt, mich in den wil⸗ den Wirbel des Lebens zu ſtuͤrzen, liebe ich leidenſchaftlich die Wiſſenſchaften; ihnen in dunkler Verborgenheit mich widmen zu koͤnnen, darauf beſchraͤnken ſich alle meine Wuͤnſche. Hier aber bin ich durchaus ohne geheimen perſoͤnlichen Zweck, blos als Stallmeiſter des verſtorbenen Koͤnigs, um

Stallmeiſter! unterbrach ihn Heinrich mit veraͤchtlichem Laͤcheln. Dieſe affectirte De⸗ muth iſt mir ſo verdaͤchtig, als die duͤnkelvolle Anmaßung, mit welcher Sie ſich ſeither be⸗ tragen haben. Sie reimt ſich ſchlecht zu der wahrhaft koͤniglichen Pracht und verſchwenderi⸗

ſchen Gaſtfreiheit in Sychart. Ich bin feſt

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