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nicht wuͤnſchen, ſeiner ſterblichen Huͤlle eine letzte Ehre erzeigen zu duͤrfen? O gnaͤdigſter Herr! Gewiß haben Monarchen, die durch Em⸗ poͤrung und Unredlichkeit leiden, vor allen An⸗ dern die Verpflichtung auf ſich, eines fuͤrſtli⸗ chen Dieners Redlichkeit und Treue zu belo⸗ ben— ſelbſt dann, wenn der Gebieter deſſel⸗ ben ihr Feind war.—
„Sir Owain!— unterbrach ihn Hein⸗ rich erzuͤrnt— ich bin nicht gewohnt, mich hofmeiſtern zu laſſen und am wenigſten dulde ich das von Ihnen. Aus Ihrem dunkeln Auge blitzt etwas hervor, das mit dem Inhalte Ihrer Reden im Widerſpruche ſteht. Ich leſe Drohungen in Ihrem Blicke— mit Einem Worte: ich habe Gruͤnde genug, Ihnen zu mistrauen.“—
Ich bitte Ew. Majeſtaͤt, den Einfluͤſterun⸗ gen meiner Feinde kein Gehoͤr zu geben. Lord Grey von Ruthin—
„Nein, Ritter!— fiel der Monarch mit ſteigender Aufwalung ein— nicht Grey allein


