Teil eines Werkes 
4. Band (1858)
Entstehung
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Sie ſpielten jetzt und ſangen und lachten mit einander, und laſen und ſchwatzten Unſinn, wie ſie ſonſt zu thun gepflegt.

Ach, dachte ich;es iſt leicht für ihn, zu ver⸗ geſſen. Er iſt nur ein Freund und kann natürlich nicht die Gefühle eines Bruders haben. Ihm ver⸗ ſchlägt es wenig, von welcher Art ihre geheimen Beziehungen ſind, oder mit wem ſie dergleichen unter⸗ hält. Was braucht er ſich um ihre Ungehörigkeiten zu kümmern? Sie iſt gute Geſellſchaft, und ihr angenehmes Weſen hat ihn bewogen, nicht länger bei jenem Verdachte zu verweilen, den er eben ſo gut gehegt haben muß als ich. Auf alle Fälle ſcheine ich ſeine Sympathie verloren zu haben, wäh⸗ rend ſie ſein Vertrauen und ſeine Freundſchaft wie⸗

dergewonnen hat. Anfangs erſtaunte ich über dieſe neue Phaſe in den Beziehungen unſeres Familien⸗ kreiſes ſpäter ward ich dadurch verblüfft. Ich war zu ſtolz und zu pikirt, um Gallagher eine Erklärung abzuverlangen, und da er mir eine ſolche nicht freiwillig gab, ſo ſah ich mich genöthigt, in Unwiſſenheit zu verharren.

Ich bemerkte, daß meine Mutter dieſes verän⸗ derte Benehmen ebenfalls mit Verwunderung betrach⸗ tete, aber auch mit einem Gefühle von etwas ver⸗ ſchiedener Art nämlich mit Argwohn.

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