— 152—
„Sage lieber zu Pony. Mein kleiner Weißfuchs verdient kaum den ſtolzen Namen eines Roſſes. Ja, ich habe einen kleinen Spazierritt gemacht, um friſche Luft zu ſchöpfen.“
„Allein?“
„Ganz allein— solus bolus, wie die Neger ſagen.“
„Iſt das auch klug, Schweſter?“
„Warum nicht? Ich thue es ſehr oft. Was habe ich zu fürchten? Die Wölfe und Panther ſind
ausgerottet und für einen Bären oder einen Alli⸗ — gator iſt Weißfuchs viel zu geſchwind.“
„Man kann in dem Walde auf Weſen ſtoßen,
welche noch weit gefährlicher ſind als wilde Thiere.“
Ich ſah ſie, indem ich dieſe Bemerkung machte,
ſcharf an, ſah aber nicht die mindeſte Veränderung.
„Was für Weſen, Georg?“ fragte ſie, indem
ſie zugleich den Ton nachäffte, in welchem ich ge⸗ ſprochen.
„Rothhäute— Indianer,“— antwortete ich kurz.—
„Unſinn, Bruder. Es giebt keine Indianer in dieſer Nachbarſchaft— wenigſtens,“ ſetzte ſie mit merkbarem Zögern hinzu,„keine, die wir zu fürchten brauchten. Habe ich Dir das nicht ſchon geſchrieben? Du kommſt aus dem feindlichen Gebiete,
—
——


