— 11—
„Sehr gut, Oceola! So tretet denn näher und unterſchreibt.“
Thompſon’s Ton war ein anderer— er ſprach beſänftigend. Eine neue Ausſicht eröffnete ſich ihm. Oceola wollte unterſchreiben und auf dieſe Weiſe in die Auswanderung willigen. Das Geſchäft, mit dem ihn die oberſte Regierung beauftragt, ward ſonach zu Stande gebracht, und zwar mit einer Schnelligkeit, die ihm zum großen Verdienſte angerechnet werden mußte. Der„alte Hickory“ ward zufriedengeſtellt, und was war für den geſchickten Agenten die nächſte Folge? Nicht eine Miſſion zu einem Stamme von Wilden, ſondern eine Geſandtſchaft an irgend einen Hof der civiliſirten Welt— vielleicht nach Spanien?
Ach, lieber Thompſon, Deine Luftſchlöſſer(cha- teaux en Espagne) wurden bald wieder über den Haufen geworfen! Sie ſtürzten eben ſo ſchnell ein, als ſie erbauet worden— ſie brachen zuſammen, wie ein Kartenhaus.
Oceola trat an den Tiſch und neigte ſich dar⸗ über, wie um das Document genau durchzuleſen. Seine Augen liefen raſch über das Pergament. Er ſchien eine beſondere Stelle zu ſuchen. 4
Er fand ſie— es war ein Nam— er las ihn laut:„Charles Omatla!“—
Dann richtete er ſich wieder empor, ſah den


