Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Es ſah aus wie ein Diebſtahl und auch wieder nicht, und eben dieſe zweifelhafte Erſcheinung reizte meine Neugier und die meines Begleiters— ſo daß wir beſchloſſen, die Spur zu verfolgen und womög⸗ lich die Wahrheit zu ermitteln.

Ueber eine Meile weit fiel die Spur mit unſe⸗ rem eigenen Wege zuſammen, dann aber bog ſie plötzlich links ab und führte nach einem Wege, auf welchem man in einen Hommockwald gelangte.

Wir waren entſchloſſen, unſere Abſicht nicht ſo ohne Weiteres aufzugeben. Die Spuren waren ſo friſch, daß die Heerde ſeit nicht viel mehr als einer Viertelſtunde hier vorüber gekommen ſein mußte, und folglich konnte ſie nicht weit ſein. Wir konnten

nach der Hauptſtraße durch ein dünnes Fichtengehölz zurück galoppiren, welches wir rechts ſich hinſtrecken

ſahen, und ſo bei uns denkend lenkten wir unſer⸗ Pferde die Rinderſpuren entlang.

Kurz nachdem wir in den dichten Wald hinein waren, hörten wir Männerſtimmen und dann und wann das Brüllen von Rindern.

Wir ſtiegen ab, banden unſere Pferde an einen

Baum und gingen zu Fuße weiter.

Wir gingen behutſam und ſchweigend und rich⸗ teten uns nach dem Schalle der Stimmen, welche

ein faſt ununterbrochenes Geplauder unterhielten. Oceola. II.