Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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meine Mutter immer noch mißtrauiſch war. Ich hatte nicht einmal gewagt, die Leute auszufragen, welche meine Neugier hätten befriedigen können. Ich ver⸗ lebte dieſe wenigen Tage in Zweifel und dann und wann mit der ſchmerzlichen Ahnung, daß nicht Alles ſo ſei, wie es ſein ſollte.

Lebte Maümee noch? War ſie treu! Treu! Hatte ſie Grund dazu? Hatte ſie mich jemals geliebt?

Es waren Perſonen in der Nähe, welche die erſte Frage hätten beantworten können, aber ich fürchtete, den Namen der Geliebten zu nennen, ſelbſt vor den vertrauteſten Freunden. Ich ſagte meiner Mutter und Schweſter Lebewohl und machte mich auf die Reiſe. Sie blieben nicht allein. Mein mütter⸗ licher Onkel ihr Vormund wohnte mit auf der Plantage. Die Augenblicke des Scheidens waren weniger bitter, weil wir glaubten, daß ich bald zurückkehren würde. Selbſt wenn der in Ausſicht ſtehende Feldzug einige Zeit dauerte, lag ja der Schauplatz meiner Pflichten in der Nähe und ich fand ſicherlich oft Gelegenheit, ihn wieder zu beſuchen.

Mein Onkel verlachte den Gedanken an einen Feldzug, wie auch alle Anderen thaten. Die Indianer, meinte er, würden ſich ſchon in die Forderungen des Commiſſars fügen. Sie wären auch Narren, wenn ſie es nicht thäten.