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noch Knabe, ſah er doch prächtig und maleriſch aus.
Ich beneidete ihn faſt um ſein wildes Coſtüm.
Meine Schweſter ſchien ihn mit Bewunderung
zu betrachten, obſchon ich auch zugleich eine gewiſſe
Angſt in ihrem Blicke zu erkennen glaubte. Aus der Art und Weiſe, auf welche ſie bald roth, bald blaß ward, glaubte ich zu erkennen, daß ſeine Gegenwart ſie wieder an jene Scene erinnerte, und wieder be⸗ dauerte ich, daß ſie mich begleitet hatte.
Er ſchien durch unſere Ankunft durchaus nicht in Verlegenheit geſetzt zu werden. Ich habe unter
Weißen und ſelbſt unter Solchen, welche Anſprüche auf guten Ton machten, in dieſer Beziehung ganz
andere Erfahrungen erlebt. Dieſer junge Indianer war ſo kaltblütig und geſammelt, als ob er uns er⸗ wartet hätte, was gleichwohl nicht der Fall war. Wenigſtens konnte er nicht uns Beide erwartetz haben.
Es lag in unſerm Empfange aber keine erheu⸗ chelte Kälte. Sobald wir nahe genug gekommen
waren, faßte er das Boot, zog es dicht auf den Lan⸗
dungsplatz und half uns mit der Höflichkeit eines
vollendeten Gentleman beim Ausſteigen. „Ihr ſeid willkommen,“ ſagte er,„willkommen!“
Und dann wendete er ſich mit einem fragenden
Blicke zu Virginien und ſetzte hinzu:
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