Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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ſchlafe— da ſie jetzt wußte, daß wir ihrer harrten, ſich herausſtehlen und nach unſeren Zelten kommen würde. Da wir uns auf die Schrelligkeit unſerer Pferde verlaſſen konnten, ſo ſtand unſerer Flucht von dort aus nichts mehr im Wege und wir durften hoffen, glücklich zu entkommen, ſelbſt wenn man uns ſofort nachſtellte. Wir waren ſämmtlich gut beritten— wenig⸗ ſtens eben ſo gut, als es die Mormonen ſein konnten, und mit einem Führer, der alle Wege kannte, hatten wir einen bedeutenden Vortheil vor ihnen.

Es fiel weder Marian, noch mir ein, daß der gegen⸗ wärtige Augenblick vielleicht der günſtigſte zur Flucht ſei— weit beſſer als Mitternacht oder jede andere Zeit. In mitten des lärmenden Vergnügens, wenn aller Augen auf den Tanz gerichtet und alle Sinne im Taumel des Vergnügens verſunken waren— wo ein leichtes Geräuſch keine Beachtung fand unter dem ver⸗ einten Getöſe der Stimmen und der Muſik— wo ſelbſt der Hufſchlag eines davonſprengenden Pferdes ungehört und unbemerkt verhallen würde— das war unzweifelhaft die günſtigſte Zeit zu der beabſichtigten Entführung.

Keinem von uns kam der Gedanke: ich weiß nicht warum, wenn es nicht war, daß wir über Lilian's Geſinnung zweifelhaft geblieben und ihre Einwilligung jetzt die wichtigſte Bedingung unſeres Gelingens war, ſo wie ihre Weigerung das unüberſteiglichſte Dhndernſß desſelben.