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„Welche Wunden?“ fragte ſie, über meine dunkle Rede offenbar verwundert,„welcher Art ſind jene Wun⸗ den, wenn ich fragen darf?“
Ich zauderte, ehe ich antwortete.
Ich wußte nicht zu ſagen, ob ſie den Doppelſinn meiner Worte errieth. Wenn es der Fall war, ſo wich ſie mir nicht entſchieden aus, verbarg aber ihre Kenntniß ſehr geſchickt durch folgende Worte:
„Während meines Aufenthaltes unter den Utha's“, ſagte ſie,„habe ich Gelegenheit gehabt, mancherlei
Wunden zu ſehen und die Art, wie ſie behandelt werden, zu beobachten. Vielleicht könnte ich Ihrem Kameraden rathen und helfen. Aber ſagten Sie nicht, daß ich allein ihn heilen könne?“
„Ja, nur Sie, Sie allein.“
„ Wie ſoll ich das verſtehen, Fremder? Ich geſtehe, daß ich es nicht begreife!“
„Die Wunden, von welchen ich rede, ſind keine körperlichen.“
„Was ſind es denn für Wunden?“ „Des Herzens.“ „Ach, Fremder, Sie ſprechen in Räthſeln! Wenn
Ihr Kamerad in's Herz getroffen iſt, ſei es von einer
Kugel oder einem Pfeile—
„Ja, von einem Pfeile.“


