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„Wie, Marian? Sprecht Ihr von Marian?“
„Gewiß, Capitain. Von wem ſonſt ſollte ich ſprechen?“
„Marian wäre todt?“
„Ja— das arme Mädchen hat es nicht erlebt, den Salzſee zu erblicken, wohin ſie der Schuft bringen wollte. Sie iſt unterwegs geſtorben und liegt irgendwo in der Prairie begraben. Ich wollte, ich wüßte den Ort, ſo würde ich hingehen und ihn beſuchen.“
„Ha, ha, ha! Wer hat das Märchen erfunden?“
Mein Gefährte blickte mich beſtürzt an. Meine Heiterkeit mußte ihm in einem ſolchen Augenblick ſeltſam genug vorkommen.
„Die Indianerin hat es von Lil erfahren“, erwiderte Wingrove, der ſich von ſeinem Erſtaunen über mein ſonderbares Benehmen noch nicht erholt hatte.„Stebbins
hat es Holt geſagt und ihr ebenfalls. Das arme, junge
Blut! Wahrſcheinlich wird er, nun er die andere ver⸗ loren hat, Lil haben wollen. Die arme, kleine Lil!“
„Munter, Kamerad, munter! Entweder Su⸗wa⸗nee oder Stebbins hat gelogen— vielleicht beide, indem beide einen Vortheil dabei bezweckten: Der Mormone wollte den Vater hintergehen und die Indianerin hatte mit Euch dieſelbe Abſicht. Die Geſchichte iſt erlogen. Marian Holt iſt nicht todt.“
„Marian wäre nicht todt?“
„Nein, ſie lebt und iſt Euch getreu. Hört mich
an!“ 3


