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derlegt worden ſein, der ſich im Augenblick ihrer An⸗ kunft unter dem Baume erreignete.
Als ſie nämlich ſo da ſtanden und hinaufſchauten, ſah man plötzlich zwei große Vögel raſch aus der Höhe herabgeflogen kommen.
Es waren Lämmergeier und augenſcheinlich die Eigenthümer des in Beſchlag genommenen Neſtes. Daß der Eindringling ein durchaus nicht willkommner Gaſt war, zeigte ſich im nächſten Augenblick, denn beide Vö⸗ gel ſchoſſen in raſchen Curven um die oberſten Aeſte des Baumes herum, klatſchten mit ihren Flügeln über dem Neſte und kreiſchten mit der ganzen concentrirten Wuth von Geſchöpfen, welche im Begriff ſtehen, beraubt oder ausgeplündert zu werden.
Ob Braun außer ſeiner unwillkommenen Gegen⸗ wart auch noch einen Einbruchdiebſtahl begangen und die Lämmergeier ihrer Eier oder ihrer Jungen beraubt hatte? Wenn er dies gethan hatte, ſo hätten ſich die wüthenden Vögel nicht ſchlimmer geberden können, und ſie ſetzten ihre geräuſchvollen Demonſtrationen fort, bis ein Schuß von unten ſie an die Gegenwart jenes zwei⸗ füßigen Feindes erinnerte, den ſie noch weit mehr fürch⸗ ten, als den Bären.
Dennoch machten ſie den Kreis ihres Fluges nur ein wenig umfangreicher und fuhren dann fort, auf das Neſt niederzuſchießen und ihr Geſchrei hören zu laſſen, welches ein Gemiſch von Wuth und Wehklage aus⸗ drückte.
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