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den Alpen, und ſelbſt in einigen der Päſſe ſtößt man auf dieſe Erſcheinungen.
Die meiſten dieſer Päſſe ſind höher als die der Alpen, in Folge der größern Höhe der Schneelinie aber bleiben ſie den ganzen Winter hindurch offen.
Dennoch aber ſind ſie keineswegs zu allen Zeiten leicht zu paſſiren und die kalten Winde, welche durch ſie hindurchpfeifen, ſind kaum zu ertragen. Die Spanier, welche faſt für jeden Gedanken einen ſprüchwörtlichen Ausdruck beſitzen, haben auch dieſen nicht vergeſſen. „In den Päſſen der Pyrenäen“, ſagen ſie,„wartet der Vater nicht auf den Sohn, noch der Sohn auf den Vater.“
Wenn die Päſſe über dieſe Gebirge höher ſind, als die der Alpen, ſo iſt dagegen mit den Thälern das Gegentheil der Fall, denn die der Pyrenäen ſind im Allgemeinen viel tiefer. Die Folge iſt, daß von dem Boden dieſer Thäler aus die Berge weit höher er⸗ ſcheinen, als irgend einer der Alpengipfel, weil das Auge mit einem Blick einen größeren Elevationswinkel durchmißt.
Die Fauna der Pyrenäenkette iſt, obſchon weniger vollſtändig und mannigfaltig als die Flora, nichts⸗ deſtoweniger von großem Intereſſe.
In den dichter bewaldeten Einöden und Gebirgs⸗ abhängen findet man einen großen Bären, deſſen hell⸗ brauner Körper und ſchwarze Tatzen in ihm ein von dem Ursus arctos verſchiedenes Thier verrathen. Wenn


