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Das Haus in der Wüste, oder Abenteuer einer Familie, die sich in der Wüste verirrte : mit vier Scenenbildern / von Capitän Mayne Reid ; aus dem Englischen von Dr. A. Diezmann
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gen und oft ſchon hatten wir darüber nachgedacht, wie wir dies ins Werk ſetzen könnten. Einigemale hatten wir Hirſch⸗ kälber bei ihren Müttern geſehen, wir hatten aber nie nahe genug an ſie hinankommen können. Endlich gelang es uns ein paar alte Hirſche zu fangen und zwar in ziem⸗ lich merkwürdiger Weiſe.

Ich war eines Tages mit Heinrich auf die Hirſchjagd gegangen, ganz beſonders in der Hoffnung ein Kalb zu er⸗ langen, das wir durch die Hunde erjagen laſſen könnten. Wir gingen ganz ſtill und langſam in dem Thale hinauf und lauſchten auf jeden Ton. Endlich gelangten wir in die Nähe einer der Lichtungen, auf welchen die Hirſche gewöhnlich äſe⸗ ten. Wir gingen noch vorſichtiger und jeder von uns hielt. einen Hund an der Leine. Mit einem Male vernahmen wir ein ſeltſames Geräuſch, das offenbar von jener Lichtung her kam. Es klang als ob mehre große Thiere wüthend den Boden ſtampften und als ob an ſtarke Stöcke geſchlagen würde. Bisweilen ließ ſich dazwiſchen etwas hören wie das Schnauben oder Brauſen eines Pferdes. Unſere Hunde ſpitz⸗ ten die Ohren und wollten fort. 8

Ob wohl Hirſche oder Elenns mit einem Panther oder Bären kämpfen?« fragte Heinrich. 1

Wenn dies der Fall wäre, würden wir am beſten thun, ſobald als möglich umzukehren; aber ich glaube nicht doaß es dies iſt. Hirſche und Elenns verlaſſen ſich mehr auf

ihre Schnellfüßigkeit als auf ihr Geweih, um ſich vor Bi⸗ ren und Panthern zu retten. Nein, das iſt es gewiß nicht. Jedenfalls wollen wir uns hinzuſchleichen und nachſehen. Wir gingen ſo vorſichtig als möglich näher und hen denn auch bald, was das ſeltſame Geräuſch gab.