ſtürzen; dann ſielen ſeine Augen auf die beiden Wechſel, welche noch auf dem Tiſche lagen. Er hob wieder an?
„Aus dieſem Allem erſiehſt Du wohl, daß es das Klügſte iſt, was Du thun kannſt, wenn Du dich als den Freund deſſen, der dir ſchaden kann, ſtellſt. Und ich bin darum auch gekommen, dir meine Freund⸗ ſchaft anzubieten“— Gruͤnlund reichte ihm die Hand —„Wäre es dir gelungen, Amy zu deiner Frau und mit ihr Falkenſterns Millionen dir zu eigen zu machen, ſo hätteſt Du mich nicht deinen böſen Genius genannt. Nein, Du hätteſt mich als den Schöpfer deines Glücks geſegnet. Du verleugneſt alſo deinen undankbaren Charakter nicht, wenn Du den Rathgeber verdammſt, weil ſein Rath nicht das gewünſchte Reſultat mit ſich gebracht hat. In guten Tagen biſt Du ſtets über⸗ müthig geweſen, im Mißgeſchick ſchlaff und bereit, die Schuld an dem, wäs Du dir ſelbſt zugezogen, auf Andere zu werfen. Dabei haſt Du aber doch kluge Berechnung genug gehabt, dein Unglück dir zu Nutzen zu machen und die Leichtgläubigkeit einer Frau aus⸗ zubeuten. Nun, nun, ſo biſt Du immerdar geweſen, und ſo wirſt Du auch wohl bleiben; aber das hindert mich nicht, mit unvermindertem Wohlwollen dir ent⸗ gegenzukommen. Gib mir alſo die Hand; wer weiß, was meine Freundſchaft für dich werth ſeyn kann, wenn wir auf fremdem Boden ankommen.“
Grünlund hielt, während er ſo redete, den Blick unverwandt auf die Wechſel und den daneben liegenden Brief von Gurli geheftet. Alllon ſtieß die ausgeſtreckte Hand zurück und ſagte:
„Ich will eine Hand nicht berühren, welche von Kindheit an mich auf den Weg des Betrugs und der Falſchheit geführt hat; ich will Nichts von einer


