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Sie, da wir dort zuſammentrafen, mir verſprochen, dasſelbe einzuſtellen. Sie haben mit der ganzen Bos⸗ heit einer herzloſen Frau allmälig dieſen ſchwachen
Ehemann verleitet, ſeiner Gattin eine offene Gering⸗ ſchätzung zu beweiſen, und zum Lohn dafür ihm ein holdes Lächeln geſchenkt. Ich frage Sie, können Sie nach allem dieſem irgend ein Mitleid von mir be⸗ gehren?“
„Wer hat mich boshaft, haßvoll und rachgierig ge⸗ macht?“ fiel Amy ein.„Sagen Sie, weſſen Fehler iſt es, wenn ich dieſe Frau verabſcheue?“
„Haben Sie die Güte, ruhig zu ſprechen,“ unter⸗ brach ſie Stephan,„denn ſonſt iſt es eine Unmöglich⸗ keit für uns, dieſes Geſpräch fortzuſetzen.— Man rechtfertigt ſich ſchlecht damit, daß man einem andern den Fehler zuſchieben will. Hier handelt es ſich üb⸗ rigens nur darum, daß Sie die Rolle, welche Sie bis⸗ her geſpielt haben, aufgeben müſſen. Wenn Sie Herrn von Stral auf die geringſte Weiſe aufmuntern, ſo daß er ſeiner Gattin wiederum ſo begegnet, wie er es in den letzten Tagen gethan hat, dann, Amy, ha⸗ ben Sie mir den Beweis geliefert, daß meine Achtung und Freundſchaft Ihnen von keinem Werth ſind. Dann iſt die Reihe an mir, Sie zu lehren, wie die Frau, die man verachtet, zu behandeln iſt.“
Stephan ſchwieg.
Die Thränen, welche an Amy's Augenwimpern hingen, floßen über die Wangen hedab. Sie preßte die Lippen zuſammen, um den innern Schmerz zu be⸗ zwingen.
Nach einer kurzen Pauſe nahm Stephan wieder das Wort:
„Stral ſoll irgend einen Wunſch von Ihnen er⸗ füllen; iſt dem nicht ſo? Sie haben ihm zur Beloh⸗


