Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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lichen Freuden, die ihr noch theuer waren, Verzicht geleiſtet.

Was Allon darauf erwiederte, war kalt, beinahe bitter. Man hörte, daß der Schmerz, unter welche eine Mutter litt, keinen Weg zu ſeinem Herzen fand.

Den ſtrengſten Richter, der gegen den Menſchen aufſtehen kann, findet er gewöhnlich in der Perſon ſeiner Kinder, wenn dieſe einen Grund zur Anklage ihrer Eltern haben.

Dieſe Erfahrung ſollte auch Beate machen.

Da ihre Thränen und ihr Schmerz den Sohn nicht rührten, erwachte der Zorn in ihr, und ſie ſagte im Ausbruch deſſelben, er habe unter Bloms Leitung nur gelernt, die Liebe zu Gott und zu ihr mit Füßen zu treten.

Allon gab eine heftige Antwort und ließ ſie dann allein.

Gurli hörte Beate noch eine Weile weinen; dann wurie es ſtill, und einige Augenblicke nachher entfernte

ie ſich. Rach dem Frühſtück unternahmen Gurli, Eliſa⸗ beth, Allon und Stephan einen Spazierritt.

Zu Allon's großem Verdruß erklärte Gurli, daß ſie fuͤr dieſen Tag Stephan zu ihrem Kavalier ge⸗ wählt habe. Der junge Magiſter und ſie ritten alſo den beiden Andern voran.

Stephan nahm ſich mit ſeiner eleganten und un⸗ gezwungenen Haltung zu Pferd ſehr gut aus. Gurli mußte bei ſich anerkennen, daß er die Zügel trotz einem alten und erprobten Reiter führte.

Stephan ſprach von ſolchen Dingen, welche ſeiner Vermuthung nach für Gurli von einigem Intereſſe ſeyn mußten; aber er legte in Alles, was er ſagte,

eine gewiſſe Ironie.