Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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einen Sohn von ſo ungewöhnlichen und reichen Gei⸗ ſtesgaben, wie Stephan, zu beſitzen.

6 ſ preßte die Lippen auf einander und dachte ei ſich:

Sicherlich iſt Stephan der Erbe, da ſich der Mann hier bei der Mutter des künftigen Grundherrn durch Schmeicheleien beliebt zu machen ſucht. Wäre Allon dazu auserſehen, ſo würde er ſeine Artigkeiten an mich gerichtet haben.

In dieſem Augenblick näherte ſich der Bezirks⸗ richter Beate.

Ihr Sohn, gnädige Frau, beabſichtigt die Kanz⸗ leikarriere zu betreten, äußerte er, neben ihr ſich niederlaſſend.Er ſcheint ſich in jeder Hinſicht rüh⸗ men zu dürfen, ein Schooskind des Glücks zu ſeyn.

Ja, Gott iſt ſehr gnädig gegen ihn geweſen, da er in ſeiner Güte das Wohlwollen meines Cou⸗ ſins für ihn erweckte, ſprach Frau von Stral mit einem Blick zum Himmel.Ohne Falkenſterns Hülfe hätte Allon niemals die Erziehung und Aus⸗ vildung erhalten, die ihm nunmehr zu Theil geworden. Ich fürchte nur, daß... däß er etwas verzo⸗ gen worden iſt. Wenn es heute dem Herrn gefallen ſollte, meinen Couſin von der Erde abzurufen, ſo würde es Allon ſchwer fallen, ſich ſo plötzlich in einen armen Ertraordinarius verwandelt zu ſehen, der unter Entbehrungen für ſein tägliches Brod arbeiten muß, nachdem er bisher Alles vollauf gehabt und nie erfah⸗ ren hat, was Noth und Sparſamkeit ſagen will.

Ich kann Sie heilig verſichern, gnädige Frau, daß der junge Herr v. Stral niemals von einem ſol⸗ chen Schickſal betroffen wird. Das Dokument, welches heute unterzeichnet worden iſt, ſtellt ihn dagegen voll⸗