Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

wuͤſtete und ſie ſelbſt zu den Galeeren verbannte.

3u bemerken iſt's, daß der proteſtantiſche Adel

der Provinz nirgend Theil an dem Aufſtande nahm, die reformirten Buͤrger aber ſich mit einiger Huͤlfe an Geld und Lebensmittel begnuͤg⸗ ten, und daß dennoch aus dieſer kleinen Armee, in der Alle, ſelbſt Officiere und Generale, Bau⸗ ern waren, Maͤnner hervortraten und Thaten geſchahen, denen nur ein groͤßerer Schauplatz fehlte, um im hoͤchſten Glanze zu ſtrahlen.

Gleich allen Buͤrgerkriegen, ſie moͤgen re⸗ ligioͤſer oder politiſcher Natur ſeyn, hoͤrte auch der Cevennen⸗Krieg mit einer Art von Ver⸗ gleiche auf. Man iſt allgemein der Meinung, daß dieſe mildern Maaßregeln viel Elend ver⸗ hindert haͤtten, wenn man ſie fruͤher angewandt haͤtte; vielleicht aber waͤren ſie dann nicht wirk⸗ ſam geweſen. In einem Lande, wo ſo vieler Menſchen Rechte auf einmal umgeſtoßen waren, mußte der politiſche Haß ſich austoben, ehe beide Theile ſich verſtaͤndigen konnten.

So weit das Original. Der Ueberſetzer aber fraͤgt: mußten denn dieſe Rechte, oder viel⸗ mehr durften ſie ſo grauſam uͤbertreten werden? man mag's nun von Seiten der Menſchlichkeit, des Chriſtenthums oder der Vernunft, d. h. der geſunden Politik, betrachten?