Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1830)
Entstehung
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Mit dieſen Worten nahm er ein Papier und las, die erſten Worte zwar leicht uͤberge⸗ hend, das Andre aber mit erhabner Stimme:

„Wir, Nolland, Graf und Befehlshaber der proteſtantiſchen Armee in den Cevennen und im Languedok, befehlen hiemit den Einwoh⸗ nern des Fleckens Saint Florent, ihren Prie⸗ ſtern, ſo wie den Miſſionairen, kund zu thun, daß wir ihnen durch Gegenwaͤrtiges verbieten, Meſſe zu leſen oder Predigt zu halten, und daß wir ihnen augenblickliche Entfernung befehlen; daß aber, ſollten ſie unſerm Willen keine Folge leiſten, und nach drei Tagen noch angetroffen werden, ſie lebendig verbrannt, ihre Kirchen aber und ihre Haͤuſer mit ihnen den Flammen uͤbergeben werden ſollen.«

Alles ſchwieg; endlich ſagte Marie:

Bruder Rolland, der Anfang dieſes Schrei⸗ bens iſt Dir vom Teufel des Hochmuths einge⸗ geben; das Uebrige verſteh' ich nicht zu beur⸗ theilen, doch ſo viel weiß ich, wenn Drohun⸗ gen helfen ſollen, ſo muͤſſen ſie auch ausgefuͤhrt werden.«