Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1830)
Entstehung
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So lange die Schlacht gewaͤhrt, blieb Ma⸗ rie auf dem Huͤgel, betete und ſang mit aufge⸗ hobenen Haͤnden Pſalme, die auf die Lage ihrer Bruͤder paßten.

»Jetzt,« rief einer der Praͤdikanten:»die Amalekiter fluͤchten! nur ihre Erſchlagenen wei⸗ len noch in dem Thale. Schweſter, ſollen wir nicht herab in das Schlachtfeld ziehen und die Hymne des Danks ertoͤnen laſſen?«

Marie neigte, als Zeichen ihrer Einſtim⸗ mung, das Haupt und folgte ihnen ſchweigend, denn Rache und Schwaͤrmerei, wie ſtark ſie ihr Inneres beherrſchten, hatten doch die Stimme des Mitleids nicht in ihrer Bruſt gaͤnzlich erloͤ⸗ ſchen koͤnnen. Sie ſchlug die Augen nieder, um ſich den Anblick der Todten und Verwundeten zu erſparen. Doch ſuchte ſie ihrer Gefuͤhle Herr zu werden und ſtimmte das Lob und Danklied mit heller Stimme an. Noch nicht ganz war es beendet, da zeigten ſich neue Truppen am Eingange des Thales.