Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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brechen, und trugen ſogleich darauf an: Otto

auf freien Fuß zu ſetzen. Wieder Andere woll⸗ ten das Leichenbegaͤngniß aufgeſchoben wiſſen, bis ſich Alles aufgeklaͤrt. Auch der Graf Wen⸗ zel von Guͤldenau, der dem ganzen Auftritte beigewohnt, war beſtuͤrzt; doch bald gefaßt ſprach er, mitten unter die ſtreitenden Par⸗ theien tretend, ſeine Meinung in einem To⸗ ne aus, dem Niemand zu widerſprechen wag⸗ te.

»Der Alte iſt toll!« rief er laut.»Ein Thor, der ſeinem verwirrten Gewaͤſche Glau⸗ ben ſchenkt! Laßt den Zug beginnen, das Leichenbegaͤngniß ſoll ein Narr nicht hin⸗ dern!«

Sogleich war man bereit, ſeinem Befehle Folge zu leiſten; aber die Graͤſin, welche wohl auf funfzig Schritte entfernt, von Em⸗ ma unterſtuͤtzt, ſtehen geblieben war, Zeugin des ganzen Vorfalls, wurde, nachdem ſie Si⸗ mons Reden mit angehoͤrt, von einer ſonder⸗ baren Ahnung befallen, welche ihre ganze Seele zu erfuͤllen ſchien. Kaum vermoͤgend ſich aufrecht zu erhalten, winkte ſie dem