Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6 MAAANANMN

ſaß noch lange, tiefſinnend bald auf ſeine Papiere, bald hinaus blickend in die dunkle Nacht. Nichts ſtoͤrte ihn in ſeiner Einſam⸗ keit. Im Hauſe war es ruhig, Alles ſchlief, und nur das Schnarchen des Knech⸗ tes und das eintoͤnige Picken der Penduluhr waren die einzigen Laute, welche die tiefe Stille unterbrachen. Der Schlaf ſchien den Paͤchter zu fliehen, denn in ſeinem Innern war's unruhig ja ſtuͤrmiſch. Tiefe Seufzer drangen jetzt als er die Papiere von ſich gelegt uͤber ſeine Lippen, ja, ei⸗ ne Thraͤne ſchien ſein Auge zu befeuchten, und feſt druͤckte er die rechte Hand auf ſeine Bruſt, als ob er den Schlag des empoͤrten Herzens daͤmpfen wollte; kurz, er gebehr⸗ dete ſich ganz wie ein Verliebter, der die Untreue ſeines Maͤdchens zu beklagen hat.

Der Paͤchter war ein junger, anſehnli⸗ cher und wohlhabender Mann, der einer braven Frau zu ſeiner Haushaltung noth⸗ wendig bedurfte, deshalb verdachte es ihm Niemand, daß er verliebt war; doch daß er ſich kurz vor ſeiner Reiſe mit der axmen