Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Beiſtandes fuͤr Zeichen des Wahnſinns hielt, ließ ihn gebunden auf ein Lager bringen, und ſo fand ich ihn, als es mir gelang, der Kerkerhaft hier im Schloſſe zu entgehen. Am andern Morgen ließ ich die Verwundung an ſeinem vechten Fuße unterſuchen, und fand zu meinem Erſtaunen, daß ſie die Folge eines Schuſſes ſey, wovon noch mehrere tief im Fleiſche ſitzende Schrotkoͤrner den Be⸗ weis gaben. Auf meine Frage: auf welche Art er ſich eine ſolche Verletzung zugezogen? erhielt ich weder auf Bitten noch Drohungen Antwort, und erſt vor wenigen Stunden ward mir deshalb ein naͤherer Aufſchluß. Der Fichtenhainer Jaͤger hatte naͤmlich mit Huͤlſe einiger Bauern zwei mit Jagdgewehren be⸗ waffnete Maͤnner, als der Wilddieberei ver⸗ daͤchtig, eingefangen, indem ſie lauſchend das Schloß meines Oheims umſchlichen. Als ich ſie vorlaͤufig verhoͤrte, bekannten ſie ſogleich, mit der Bitte um einen gnaͤdigen Urtheils⸗ ſpruch, daß es ihr Plan geweſen, ihren verwundeten Kameraden aus dem Schloſſe zu befreien und in Sicherheit zu bringen. Ich