Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

53 AMWUWAABANAN es wildſtuͤrmend ſeine Sinne betaͤubte und die ſeit Jahren triumphirenden, mit gluͤhendem Ei⸗ fer vertheidigten philoſophiſchen Grundſaͤtze—

4 wenn auch nur auf Augenblicke— doch jetzt

gaͤnzlich zu Boden druͤckte.„Was war das?e rief er endlich aus.—„Ein wunderbarer Zau⸗ ber der Natur haͤlt mich umfangen! ich fuͤhle meinen ſtarken Geiſt gebrochen— mein Au⸗ genlicht ſtrebt hin nach dem leichtfertigen Schim⸗ mer einer Truggeſtalt, und haftet frevelnd dar⸗ auf, die Neize eines Weibes einzuſaugen.— Ich leugne dieſen Reiz! es iſt nichts Wahres, Wirkliches! es war der truͤgend falſche Schein der Phantaſie; ein Weib hat keinen Reiz fuͤr einen freien Sohn der allgewaltigen Natur!“ Doch ſo ſehr er ſich auch bemuͤhte, die ſpitz⸗ fundigſten Sophiſtereien aus ſeinem Hirn her⸗ vorzulocken, ſie ſchwiegen diesmal maͤnschenſtill denn kraͤftig und gebietend ſprach die Stimme der natuͤrlichen Gefuͤhl e in ſeinem Herzen. Die Daͤmmerung war voͤllig hereingebrochen und

huͤtlte ſchweigend die Natur in ihren dichten Schleier.— Er ſtand im großen Garten ganz

allei n mit ſeinem treuen Pudel, doch achtete