Teil eines Werkes 
2. Band (1818)
Entstehung
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ten an dieſem Tage zuerſt: wir wollen den Fuͤrſten ſehn und Saͤuglinge ſchienen froͤhlicher an der Bruſt ihrer Muͤtter zu ſaugen.

Nachdem die Feierlichkeiten und Feſte eini⸗ germaßen zu Ende waren, eilte ich zu meiner Julie, und Blauberg mit ſeiner Frau nebſt dem General Haller begleiteten mich nach Hochfels, wo ich ſie als meine kuͤnftige Gattin bekannt machte. Auf kuͤnftigen Sonntag ſagte der Fuͤrſt, richte ich Ihnen die Hochzeit auf meinem Schloſſe aus! Er hielt Wort, denn

den Montag fruͤh begruͤßte mich die Morgen⸗ roͤthe ſchon in Juliens Armen.

In dem Regierungsweſen ging eine große Revolution vor. Mellwitz wurde berufen, und

er und der Graf waren die Freunde des Fuͤr⸗

ſten, durch deren Rath und Erfahrungen er neue Anſtalten machte, alte Abgaben abſchafte, druͤckende Laſten von ſeinen Unterthanen waͤlzte und Wohlſtand und Seegen verbreitete. Ich verbat mir jede Stelle, ich wollte ohne Amt deſto mehr nuͤtzen, immer an der Seite des Fuͤrſten mich aufhalten, um ihn auf jede Ge⸗ legenheit aufmerkſam zu machen, wo er ſeinem Lande aufhelfen koͤnnte. 3⸗

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