im Begriff bin zu ſchildern; Schickſale, die ein Sühn⸗ opfer für den Fehltritt zu ſein ſcheinen, dem ſie ihr Daſein verdankte.
Gebe Gott, daß die Geſellſchaft daran dächte, jene Kinder in ihr Recht einzuſetzen; denn unrecht
den ſollen; daß ſie nicht allein ihrer Eltern und
ihrer Heimath, ſondern auch all ihres Erbtheils verluſtig erklärt werden.
Doch, laſſen wir dieſe Betrachtungen, die Ereig⸗ niſſe werden beſſer reden als Worte.
An einem Nachmittag Anfangs März vor eini⸗ gen und zwanzig Jahren, wanderte ein junges Mäd⸗ chen von Nybroplatz nach der Kapitänsſtraße auf Ladugaardsland. Das Wetter, welches den ganzen Tag ſchön geweſen, hatte ſich plözlich geändert und ein heftiges Schneegeſtöber war losgebrochen.
Das junge Mädchen hatte den Wind gerade gegen ſich und da ſie außerdem durch keinen Schirm beſchüzt wurde, konnte ſie kaum aufblicken, ſo heftig wehten die Schneeflocken ihr ins Geſicht. Sie ſchien indeſſen nicht im Mindeſten dadurch beſchwert, ſon⸗ dern eher amüſirt zu werden. Die friſchen Lippen lächelten ſo herausfordernd gegen Schnee und Wind; und das ganze vom Winde geröthete Geſicht hatte etwas ſo Lebensfriſches und Heiteres, daß man da⸗ rin das Lächeln und den goldenen Frieden der erſten Jugend las.
Als ſie vor dem Artillerieſtall ankam, war ſie
iſt es, daß die Unſchuldigen für die Schuldigen lei⸗


