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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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ren ſich in Helſingfors niedergelaſſen hatte und für ſehr reich galt.

Keineroth ſtand in Handelsverkehr mit den mei⸗ ſten auswärtigen Plätzen und machte ſehr bedeutende Geſchäfte.

Der Vicomte war einige Tage vor ſeinem Be⸗ ſuche bei Saint Sue, wie man ſagte, auf einem von Keineroths Schiffen, das Wein in Marſeille ge⸗ laden hatte, zu Helſingfors angekommen.

Der junge franzöſiſche Edelmann war, wie es hieß, auf einer Vergnügungsreiſe nach Schweden und Finnland begriffen.—

Er ſtreute Gold nach allen Seiten aus, war äu⸗ ßerſt freigebig und ſprach von Nichts, was Politik oder Krieg anbelangte. Folglich hatte er während, ſeines kurzen Aufenthalts zu Helſingfors durchaus keine Veranlaſſung zu irgend einem Argwohn gege⸗ ben, ſondern war mit, der gewöhnlichen Gaſtfreundſchaft von den adeligen Familien aufgenommen worden, mit welchen er durch den Landeshauptmann, dem er ſeinen Paß vorgezeigt hatte, in Berührung ge⸗ kommen war.

Keineroth lebte auf großem Fuß, wie es für einen reichen Mann ſich ziemte und hatte dem Fran⸗ zoſen einige Zimmer in ſeinem Hauſe eingeräumt.

Nach dieſer Wohnung alſo nahm der Vicomte ſeinen Weg, als er den Hafen verließ. Einige Au⸗ genblicke nachher in ſein Zimmer getreten, wurde er hier von ſeinem Diener empfangen, einem Bur⸗ ſchen von mongoliſchem Ausſehen, obwohl er fran⸗ zöſiſch wie ein Eingeborner ſprach und ein Pariſer zu ſein behauptete.