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Der Weiterbau wurde dabei von Sr. Majeſtät auf das Eifrigſte anempfohlen; ebenſo die Anlage der, von Louvois bereits vorgeſchlagenen beiden Schanzen innerhalb der Stadt, zur allenfall⸗ ſigen Zügelung einer widerſpenſtigen Bürgerſchaft.
Ferner befahl Ludwig KIV. noch an demſelben Tage, daß man achtzig Stück der eroberten Geſchütze — unter ihnen die uralte, der Bürgerſchaft an die Seele gewachſene Maiſe,— zum Umgießen nach Breiſach abführe. Zugleich erhielt die Bürgerſchaft, einiger freien Reden wegen, einen neuen und ſcharfen Befehl, ihre Gewehre, ja ſelbſt ihre Degen und Pi⸗ ſtolen, auf die Pfalz zu liefern*).
Mit tiefem zürnendem Schweigen nahm Straß⸗ burg dieſe Erſtlingsfrüchte der neuen Fremdherrſchaft hin. Was auch wollten ſeine Einwohner dagegen machen? Fünfzehntauſend Mann Franzoſen hielten ſie ja im Zaum und bewachten das Grab ihrer vier⸗ hundertjährigen Freiheit.
Aber ſtolz und feſt hatten auch die Patrioten— in ſofern es ihnen möglich war— all den glänzen⸗ den Feſtlichkeiten der letzten acht Tag Augen und Ohren verſchloſſen. Selbſt die Häuſer waren es in
*) Strobel, a. a O. S. 135.


