Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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— 24 Und dies!... dies war es ja, was die Berge von Sorgen auf die Seele der jungen Frau wälzte.

Sie weinte bitter. Alma war aufgeſtanden und hatte das Haupt der älteren Freundin ſanft an ihre Bruſt gelegt.

Sie ſprach kein Wort. Sie ließ Frau von Bern⸗ hold ruhig ausweinen; aber der ſanfte Druck an das treue Herz, die leiſen liebevollen Küſſe auf die Stirne der Weinenden wirkten erleichternd und be⸗ ruhigend: ſie gaben ja das Bewußtſein des nicht ganz Alleinſtehens... das Bewußtſein: doch noch ein treues Herz ſein zu nennen, in das man ſeinen Schmerz und ſeinen Kummer ausgießen könne.

Und... dies that denn auch die Weinende jetzt unaufgefordert.

Konnte ſie ahnen, daß ihre Mittheilung Alma

erbeben machte? Frau von Bernhold nannte ja einen

Namen, der die Seele des Mädchens mit Schrecken

erfüllte. Es war der Name... Günzer's! Freilich nannte ihn die junge Wittwe— ihrer Seits—

ohne alle und jede ſchlimme Nebenbedeutung: Günzer war ja die rechte Hand der Familie, der er Alles, was er war und hatte, verdankte.

Was das Herz der jungen Frau aber ſo ſchwer drückte, war: daß Stadtſchreiber Günzer— wie er