Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
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ächten Vaterlandsliebe entſpringt ſich ihres edlen Urſprunges alſo bewußt iſt und bewußt bleibt ernährt und entwickelt ſie auch Uneigennützigkeit. Aus ſeiner Perſönlichkeit herausgehen, für das Ganze leben, in das Allgemeine ſich verlieren, und gewiſſer⸗ maßen ſich verſenken, glücklich ſein, indem man das Glück der Anderen befördert; ſeinen Reichthum im Wohlſtande des Staates, ſeine Ehre in der Ehre der Nation, der man angehöret, ſeinen Stolz in die Macht des Vaterlandes zu ſetzen, das heißt: Re⸗ publikaner ſein. Dieſes Gefühl, wenn es einmal das Ganze ergriffen hat, bringt aber auch alle öffent⸗ lichen Tugenden hervor, da Tugend, im höchſten Sinn des Wortes, doch nur freiwillige Entäußerung ſeiner ſelbſt um der Anderen Willen iſt; dies iſt denn auch die ſicherſte Stütze der wahren Freiheit: denn Freiheit iſt das Gemeingut aller Bürger; ohne Gemeinſinn wird man die Freiheit für ſich allein wollen, und ſie dazu brauchen, die der Anderen zu unterdrücken.

Aber, wie geſagt, wo ſind die Menſchen zu fin⸗ den, die ſo denken... und handeln?

Die Welt ſah ſchon viele Republiken... aber

noch gar wenige ächte Republikaner!

Auch Günzer war ſo klug, dies einzuſehen. Als

daher der erſte Schrecken und die erſte Gefahr vor⸗