ſeinerzeitige Verbannung des jungen Hugo von Zed⸗ litz und die jetzige Widerrufung derſelben ſtark com⸗ promittirt, ſondern Günzer war ja auch der Ueber⸗ führung des eigenen Hochverrathes kaum und nur wie durch durch ein Wunder entgangen. Dies Be⸗
wußtſein drückte den ſonſt ſo kecken Mann jetzt nie⸗
der, wie das Bewußtſein der eigenen Schuld die vielen übrigen, bereits von Frankreich durch Gün⸗ zer's Vermittelung beſtochenen und erkauften Magi⸗ ſtrats⸗Mitglieder.
Die Oppoſition gegen Syndicus Frantz und die Parthei der Patrioten ſchwieg daher in den erſten Tagen ganz, ja der Einfluß der Letzteren trat mit einemmale ſcharf in den Vordergrund. Freilich ſtand jetzt faſt die ganze Bevölkerung der Stadt hinter ihr.
Die alten guten Straßburger waren nämlich ſeit jenem verhängnißvollen Ereigniſſe politiſch wie neu geboren. Alle Herzen ſchlugen mit einemmale wieder für die alte reichsſtädtiſche Verfaſſung,— für die wieder aufzunehmende Bewaffnung und neue militä⸗ riſche Organiſation der Bürgerſchaft in den Zünf⸗ ten und durch dieſelben.
Jede Bruſt hob ſich wieder höher in dem alten reichsſtädtiſchen Stolz.
Was Hugo von Zedlitz mit ſeinen wenigen Ge⸗ treuen gethan, ſchrieb ſich bald jeder Einzelne im


