Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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„Da ſcheinſt Du mir aber eben auf irrigem Wege zu ſein.“

„Gib acht, gib acht!“— warnte der Spanier— „verbrenne Dir die Finger nicht. Du denkſt ein Glühwürmchen zu faſſen und greifſt vielleicht eine feurige Kohle an. Was mich betrifft, ſo empfahl ich mich eben der erhabenen Beherrſcherin des Olymps zu Gnaden.“

„Das iſt auch eine ſchöne Rolle!“— meinte die Wahrſagerin.—„Nur ſchade, daß ſie ſo kurz ſein wird, als ſie glänzend i

Die Herzogin hatte nichts gehört; ſie dachte an dasjenige, was ihr der Spanier vorhin geſagt.

Saint⸗Aignan ſchien erſchrocken.

„War das eine Prophezeihung?“— frug dieſer die Wahrſagerin.

„Ich falle nicht aus meiner Rolle!“— autwortete die Letztere.—„Richtet Euch danach, edler Spanier, denn Ihr bemeßt doch alle Eure Handlungen.. nach dem Vortheil der Euch daraus erwächſt.“

Und mit dieſen Worten miſchte ſich die Maske unter die Menge.

„Und Sie hätten Beweiſe für die Untreue des Königs?“— frug jetzt flüſternd aber in unverkenn⸗ barer Erregung die Herzogin.

Ich habe Beweiſe, ja!“

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