Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
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Angelinen ſtrömten von allen Seiten die ſüße⸗ ſten Schmeicheleien, die übertriebenſten Lobeserhebun⸗ gen zu.

Aber Angeline verſtand es nicht, das Uebertrie⸗ bene— in dem gar oft ein ſchneidender Sarcasmus lag— von der gerechten Anerkennung ihrer Schön⸗ heit zu unterſcheiden. Sie hatte dafür nicht Schärfe des Geiſtes genug; auch war ihre Eitelkeit ſeit ihrer Erhebung zur Herzogin und ihrem Aufenthalte am Hofe ſo ſehr geſtiegen, jetzt ſo unbegränzt, daß keine Schmeichelei mehr für ſie zu ſtark war.

Die ſchöne Fontanges ſchwelgte in Seligkeit. Der Weihrauch, den man ihr opferte, berauſchte, betäubte ſie... und berauſcht und betäubt wollte ſie ja ſein.

Wie rauſchte dabei die Muſik,... wie wim⸗ melte und wogte es bunt durcheinander,. wie lachte, ſcherzte, quickte es auf allen Seiten, wie hatten hier alle Länder und Stände ihre Vertreter hergeſandt,... wie machte ſich das Spiel der kühn⸗ ſten Phantaſie hier geltend.

Nur zwei Masken genirten Angeline unbegreiflich

es war eine weiße Geſtalt und ein Mönch, die— unzertrennlich von einander— ihr überall in den Weg traten.