„Und was ſoll die Erzählung?“— frug ſie flüſternd den Herzog.
„Es iſt eine wahre Geſchichte!“— ſagte dieſer. „Ohne Bezug?!“— frug Angeline raſch. „Nicht ganz!... Es gibt auch heutzutage noch
hübſche Bürgersmädchen in Loches noch lie⸗ bende Chevaliers... aber auch.. noch Fallthüren! Vorſicht, göttlich ſchönes Weſen... Vorſicht in allen Dingen!“
In dieſem Augenblicke öffneten ſich die Thüren und Ludwig XIV. trat ein. Alle Anweſenden ver⸗ beugten ſich tief; der König aber näherte ſich Ange⸗ linen, die ihm entgegeneilte, neigte ſich leiſe, erfaßte ihre Hand und küßte ſie.
„Ja, ja!“— ſagte er dann, die zauberhaft ſchöne Geſtalt ſeiner Geliebten mit Wohlgefallen betrach⸗ tend—„Sie ſind eine würdige Beherrſcherin des Olymps... Jupiter hat nicht ſchlecht gewählt. Die Welt wird ihn beneiden;... aber... man wird Sie auch erwarten. Gehen Sie, Herzogin, der Abend wird für mich ein trüber ſein, da ich ihn nicht an Ihrer Seite zubringen kann.“
Angeline wollte antworten, aber der König gab für ſie und ihr glänzendes Gefolge ein Zeichen der Verabſchiedung. Sie verbeugte ſich daher tief, die


