„Ich muß bekennen, daß ich Dich nicht recht verſtehe. An was muß man ſich denn halten, wenn man im Leben feſtſtehen will?“
„Nicht an das Wort, ſondern an den Geiſt der Religion,“ entgegnete Oskar,„doch hiervon ein anderesmal. Nur noch ſo viel. Das Leiden iſt die Mutter der Weisheit. Als ich in Algier von Schmerzen niedergebeugt, von Allem was ich liebte verlaſſen, im Spital lag, und ſpäter in der herrlichen Natur und an der Seite eines weiſen Mauren genaß, da fühlte ich das Bedürfniß des Troſtes. Ich ſuchte und fand ihn in der Religion und zwar im Chriſtenthum. Damals forſchte ich in demſelben und bewahrte mir in einem Hefte die Reſultate meines Nach⸗ denkens. Ich werde ſie Dir, liebes Weſen, mit⸗ theilen, damit auch Deine Zweifel ſchwinden, und Dein Auge das ungetrübte Sonnenlicht der Wahrheit erblicke.— Wenn wir nach Sturmau kommen, ſey vorſichtig, liebes Herz, denn ein ver⸗ nünftiges Wort über Deine Meinung, rückſichtlich
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