Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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Als an dem Abend nach dem glänzenden Hochzeitfeſte Oskar mit ſeiner jungen Frau allein war, als er mit zitternden Händen ſelbſt das weiße Hochzeitkleid löste, und die Hoch⸗ erröthende dem Gatten in die Arme ſank, fiel aus ihrem Buſen ein altes zerknittertes Papier. Oskar hob es auf. Die Züge waren von darauf gefallenen Tropfen faſt verwiſcht; aber der glückliche Gatte konnte doch noch jenes Gedicht erkennen, welches er einſt, von Liebe glühend, ſeiner Geliebten geſchrieben hatte, und welches mit den Worten ſchloß: Ich ziehe düſter fort im Strom der Zeiten, Dem Traumbild wink ich ſchmerzliches Ade! Es wird im Strom des Lebens mich begleiten, Wie Balſam lindern manches ſcharfe Weh. Doch will ich ſelig, will ich glücklich ſeyn, So denk ich Eurer, denk ich, Beſte Dein.