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„Des Rheines! wollen Sie ſagen; aber warum denn dieſe traurigen Ideen, ſind Sie unglücklich?“
Mathias war im Begriff ſein Leid zu geſtehen, aber eine gewiſſe Schaam hielt ihn zuruͤck, denn bis jetzt hatte er, trotz allem ertra⸗ genen Mißgeſchicke, dennoch nie gebettelt. Und liegt dieſes Gefühl nicht in eines jeden Menſchen Bruſt?— Sind wir nicht tauſendmal eher be⸗ reit, unſere Verkehrtheiten einzugeſtehen, als zu⸗ zugeben, daß wir uns in drückenden Verhältniſſen befinden, als ob unverdientes Armſeyn ſchlim⸗ mer wäre, als übel thun? Auch Mathias trieb dies mißverſtandene Schaamgefühl zu einer Lüge. Er ſeußzte tief und ſprach:
„Ach, die Laſt meiner Sünden beugt mich tief nieder, und unſer Gott iſt ein ſchrecklicher Gott, der da die Miſſethaten ſeiner Kinder ſtraft bis in's dritte Glied.“
„Sie werden ja doch nicht ſo ſehr an der Liebe Gottes zweifeln, das Sie— aber, o mein


