Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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Schon am erſten Tage beſchäftigte dies Ereigniß die ganze Stadt. Rüſterer, der trotz ſeiner großen Praris ſich noch ein fühlendes Herz bewährt hatte, konnte den Verluſt Roſa's, die er lieb gewonnen und achten gelernt, kaum verſchmerzen. Der Mann, der mit ruhiger Miene ſo Tauſende hatte ſterben ſehen, weinte helle Thränen, wenn er von Roſa ſprach. Aber ihm lag noch eine andere Pflicht, als die der Trauer ob: Caſtelcaunt durfte von dem Verſchwinden dieſes Mäbchens nichts erfahren, ſollte nicht ſeine Rettung gefährdet werden. Aber das Schickſal wollte es anders. Rüſterer hatte Jedem, der mit dem Lord in Berührung kam, ſtreng anempfohlen: weder den Namen Roſa Alberti, noch ein Wort von ihrem Schickſale zu erwähnen. Da wurde der Barbier, welcher den Engländer gewöhnlich bediente, plötzlich verabſchiedet; ein anderer kommt, und das Gebot nicht kennend, hat ſeine geſchwätzige Zunge das Geheimniß bald verrathen.