zur Bühne zu gehen, ſchlich ſie nach dem Tiſche, auf welchem noch immer das Zeitungsblatt lag, nahm es und lief aufmerkſam die letzten Seiten durch. Da erblaßte ſie, denn ſie fand folgende Anzeige:
Man ſuchtfür das kinderloſe Haus des Herrn Baron von Hohenſtein in Darmſtadt ein junges, redliches Mäd⸗ chen als Haushälterin. Offerten wer⸗ den frankirt erbeten.
„Kinderlos!“ rief ſie ſchmerzlich aus,„kin⸗ der- und vaterlos durch mich!— O dies un⸗ glückſelige Verhältniß bringt uns keinen Segen. Aber was hilft weinen, ſeufzen und beten; laß mich denken, ob ſich kein Mittel finden laſſe, den Sohn zurückzuführen in die Arme des aus⸗ geſöhnten Vaters.— Laß mich das Opfer ſeyn, guter Gott, aber gieße deinen Segen und Frie⸗ den über Oskar aus.“
So betend ſank ſie erſchöpft nieder.
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