Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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halten. Wie oft habe ich Anderen den Vor⸗ wurf gemacht: daß ſie ihre Nächſten zu eilig beurtheilen, und nun falle ich ſelbſt ſo tief in dies Vergehen. Warum ſetzen wir immer das Schlechte bei Anderen voraus, und nie das Gute?— ſollte dies Verfahren eine Folge der Erfahrungen ſeyn, die wir an uns ſelbſt gemacht?

Er ſprang auf und ging raſchen Schrittes im Zimmer auf und ab.

„Aber ich will meinen Fehler gut machen!“ rief er aus,„ich will durch hohe Achtung ſuh⸗ nen, was ich durch vorſchnelles Urtheil ver⸗ brochen!“

Kein Verdruß über fehlgeſchlagene Hoff⸗ nungen, deren er ſich jetzt ſchämte, ſtieg in ſei⸗ ner Seele auf; im Gegentheil fühlte er ſich leicht, froh und glücklich. Es war der Triumph ſeines beſſeren Theiles, in der Einſicht ſeines Fehlers,

und der Anerkennung fremder Tugend.

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