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ſtorbene Königin nahten ihrem Ende, und aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach erwartete Philipp V. nur das Ablaufen dieſes Termins, um, im Angeſichte von ganz Spanien eine Erklärung abzugeben, welche die Stelle der Fürſtin Orſini für alle Zeiten wahrhaft unantaſtbar machte.
Gondreville, der ſomit den ganzen Plan ſeiner gerechten Sache nahe am Scheitern ſah, war außer ſich, und mehr als hundertmal im Tage war er ver⸗ ſucht, ſich eine Kugel durch den Kopf zu jagen.
So ſtanden die Dinge, als der Zufall, dieſer größte aller Politiker, Philipp V., Gondreville, die ſchöne Donna Ines de Santa⸗Cruz und— nicht zu vergeſſen— deren hochedle Tante die Gräfin von Barbaſtro in einem alten Schloſſe mitten in den Gebirgen von Guadarrama zuſammenführte.
Gondreville erkannte, wie man ſich leicht den⸗ ken kann, Donna Ines auf den erſten Blick. Hatte die Tochter des Marquis von Santa⸗Cruz doch eine derjenigen Phyſiognomien, die man nie vergißt, wenn man ſie einmal erblickt.
Durch den Ausruf ſeines königlichen Gefährten,
befand er ſich augenblicklich aber in einer höchſt ſchwie⸗ rigen Lage. Einerſeits geſtattete ihm die einfachſte Regel der


